Onboarding von Mitarbeitern - der Prozess regelt alles?

von
Gerd Scheuermann
|
21.02.2018 | 0 Kommentare
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„Endlich!“ - Der ausgewählte Kandidat hat das ganze Recruiting Verfahren mit entsprechendem Aufwand, einer Ungewissheit während des Auswahlverfahrens, nun erfolgreich absolviert. Das gleiche Aufatmen hört man vielleicht beim nun zukünftigen Vorgesetzten.

In der Folge wird dann alles Weitere in einem geregelten Standardprozess, dem sogenannten Onboarding ablaufen.  

Dieser sehr bedeutende Prozess ist, wenn als solcher in Unternehmen existent und systematisiert, meist in verschiedene Blöcke über einen gewissen Zeitraum aufgeteilt. Den Anfang bildet die Einführungsveranstaltung für alle Newcomer, die bereichsübergreifend angeboten wird. Es werden Paten zugeteilt, die die Neuankömmlinge in den Alltagsdingen, den kleinen Fragen rund um das Arbeitsumfeld, unterstützen. Formalien werden abgearbeitet - ein Rundum-Sorglos-Paket des Personalmanagements. 

Der jetzt nicht mehr zukünftige Vorgesetzte nimmt sich in den ersten Tagen die Zeit zu einem Einführungsgespräch. Erwartungen zu Aufgabeninhalten, Meilensteine für die Probezeit, werden vereinbart. Dinge, wie z.B. die Arbeitsschutzbelehrung, durchgeführt. Damit scheint ja alles erledigt  – ab jetzt ist das Ganze ein Selbstläufer.

Mitnichten – das Aufatmen bezog sich nur auf den Abschluss des Recruitings. In der nun folgenden Zeit der Einarbeitung und des Einfindens ins Team sieht sich der schlaue Vorgesetzte als Bezugsperson nach wie vor sehr gefordert. 

Es geht in der Onboarding-Zeit entscheidend darum die Leistungsbereitschaft und damit die Wirkung fürs Unternehmen, fürs unmittelbare Team und dessen Erfolg, jenseits vereinbarter Feedbacktermine und o.g. Rundum-Sorglos-Paket über ein aktives Verhalten, aufmerksames Beobachten, persönlichem Engagement und Kümmern als Führungskraft zu sichern. Danach kann man (kurz) durchschnaufen!

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