Spitzenleistungen und Frustrationsspirale?

von
Lothar Panten
|
28.02.2018 | 0 Kommentare
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Viele Führungskräfte können sehr schnell und klar sagen, wer ihre besten Mitarbeiter sind. Meist können sie auch benennen wer wenig oder nicht genug zum Erfolg beiträgt.

Die allermeisten Personalbedarfsplanungen gehen von einer motivierten, kompetenten und vor allem auch anwesenden Mannschaft aus. Besonders dort wo viele Vorgänge zu bearbeiten sind gerät die Sache aber schnell in Schieflage.

Wenn bei IT gestützter Sachbearbeitung immer mehr Vorgänge durch tendenziell immer weniger Personen erledigt werden können und sollen, entstehen viel schneller gravierende Lücken und Arbeitsrückstände, weil der Ausfall und/oder mangelnde Leistungsbereitschaft oder -fähigkeit eben sofort Löcher reißen wird.

Wenn dann noch umfangreiche Kundenservicezeiten abzudecken sind wird es oft und schnell eng.

Die guten Leute werden stark belastet, die weniger motivierten suchen den bequemsten Weg. Leider muss man mit Pingpong Effekten rechnen. Irgendwann ist der Kredit der guten und motivierten Leute aufgebraucht, was weitere Leistungseinbußen befürchten lässt. Eine Motivations- oder genauer eine Frustrationsspirale entsteht, gegen die ständig mit viel Mühe „an organisiert“ und „personalentwickelt“ wird, oft ohne zu den Wurzeln vorzudringen. “Gefühlt“ entsteht eine ständige Überlastungssituation, die dummerweise auch eine echte sein kann, aber eben nicht muss.

Solche Situationen brauchen sehr gute Führung, analytisch, organisatorisch, personell, kommunikativ und umsetzungsstark. Und eine vollständige und offene Diskussion mit den höheren Führungsebenen ist eine Voraussetzung. Zu viele lassen die Finger davon.

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