Weihnachten und die Softfacts

von
Jacobus Kraan
|
20.12.2017 | 5 Kommentare
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Bald ist Weihnachten. Wieder vollzieht sich ein jährliches Ritual: Wir kaufen Geschenke auf dem letzten Drücker ein, wahrscheinlich Verlegenheitsgeschenke, denn wir hatten keine Zeit, um darüber nachzudenken.

Wir verschicken Weihnachtsgrüße gerade noch rechtzeitig, oder auch etwas zu spät – dann kommt’s eben nach Weihnachten an. Hektik! Und jedes Jahr nehmen wir uns vor, im kommenden Jahr rechtzeitig die Dinge anzugehen.

Dabei handelt es sich bei Weihnachten um ein in unserer Kultur sehr wichtiges und emotionales Fest. Weihnachten ist ein hochgradig soziales und integratives Ereignis. Menschen kommen zusammen, sie suchen Gemeinsamkeit, sie versöhnen sich, sie beschenken sich.

M.a.W. in der „harten Sprache des Business“: Wir haben es mit Softfacts zu tun, Emotionen, Sozialdynamik, Miteinander, Würdigen und sich Wohlfühlen. Solche Softfacts werden regelmäßig als äußerst wichtig betrachtet und doch gerne nachgeordnet priorisiert. Ganz nach dem Motto: Business und Produktion zuerst, dann sehen wir weiter. Alles ok! Aber leider führt dies auch dazu, dass systematische Mitarbeiter-Förderung und Teamentwicklung verschoben werden – bis es nicht geht, um sie dann quick and dirty zu erledigen.

Also - denken Sie daran: Weihnachten kommt so sicher, wie das „Amen in der Kirche“. So ist es auch mit den Softfacts. Es lohnt sich, sie rechtzeitig und würdigend anzupacken.

EVOLOG wünscht Ihnen Frohe Weihnachten und alles Gute für 2018.

Kommentare

Ja, so ist das. Und jeder weiß es. Aber wer schafft den Turnaround, um sein eingeübtes Verhaltensmuster zu ändern. Nicht mehr alles noch vor Weihnachten zu erledigen, dass wäre die Herausforderung. Aber als Rädchen im Vorweihnachtsstress dreht man sich halt mit. Insofern besten Dank für den Hinweis.
Mit den besten Wünschen zu den bevorstehenden Festtagen.

Lieber Herr Horn,

Ja - Sie haben recht. Es ist wirklich schwer, Verhaltensmuster zu ändern. Aber wir bleiben dran!
Vielen Dank für die Weihnachtswünsche. Auch Ihnen wünsche ich alles Gute für die Feiertage!

Lieber Herr Kraan,

Sie haben Recht: Vor lauter Berufs- und Einkaufshektik vergessen viele den eigentlichen Sinn der Weihnachtszeit. Schön, dass Sie auf diesem Weg daran erinnern, dass Weihnachten ein wichtiges soziales und höchst emotionales Fest ist.
Ich bedanke mich auf diesem Weg für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Wenn Sie das LSB-Magazin lesen oder die LSB- und die OSP-Homepage verfolgen, werden Sie feststellen, dass wir mit dem Assessment zur Auswahl einer neuen OSP-Leitung genau richtig gelegen haben.

Jetzt entschleunigen wir aber. Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Richard Krogmann
LSB Niedersachsen

Lieber Herr Krogmann,

Entschleunigen als Aufgabe für die nächsten Tage - ja, das ist gut! Die Zeit zwischen den Feiertagen sind oft die besten Tage im Büro: entspanntes Arbeiten, Zeit für gespräche mit Kollegen.

Vielen Dank für die Wünsche! Auch Ihnen wünsche ich geruhsame Feiertage und alles Gute für 2018!

Die Feiertagsgefühle zwischen dem 24. und den eigenen Zielsetzungen fürs Neue Jahr können wir alle ja, den Hinweis von Jacobus Kraan zur Rechtzeitigkeit und Würdigung aufgreifend" zum Anpacken nutzen!

In dem Zeitraum dürfte der Abstand am größten sein. Abstand ist wichtig um mehr und andere Perspektiven auf eigene Prioritäten und die quick and dirty - auch das noch! Notwendigkeiten werfen zu können.

Sicher erkennt dann auch der ein oder andere die Eigendynamik von industrieller Hyper-Produktivität in die er sich selbst schon verwickelt hat, eventuell mit der absurd-paradoxen Variante, neben vielen eigenen Businessaktivitäten auch noch dem saisonbedingten Hyper-Konsum zu dienen (mit viel Liebe und Energie für die Lieben in der Familie aktuell gefragte top brand articles zu erstehen), um eben Weihnachten als hochgradig soziales und integratives, versöhnliches Ereignis zu planen und zu managen. Hoffentlich spurt bloß der Traiteur; Amazon setzt seine Aushilfen schon genug unter Druck dass alles zum Stichtag 24.12. geliefert ist.

Man kann dann, wenn man sich also mehr oder weniger von konfligierenden Prioritäten - Jahresendgeschäft und Rechnungsschluss oder Zeit um auf amazon für die Liebsten zu surfen? - in die Bedrouille gebracht sieht, Bilanz ziehen: was soll das alles, unterm Strich?

Vielleicht entwirft man dann Visionen einer größeren Würdigung des sozialen Miteinanders, die dann auch zeitnah bei der eigenen Neujahrszielvereinbarung mit sich selbst berücksichtigt werden können.

Der Benefit wäre groß. Für die kleine soziale Einheit wie für den Planeten. Aber die konventionellen Widerstände sind vielleicht größer. Es ist harte Arbeit und zunächst wird überhaupt niemand eine Belohnung dafür sehen. Eher Strafen wenn Deadlines überschritten wurden, oder Enttäuschung wenn nicht termingerecht zum 24.12. die Premiumartikel in Empfang genommen werden können.

Schöne Feiertage und
mit den besten Wünschen, dass Sie weiter am Thema bleiben! Es lohnt sich, langfristig.