Wie werden eigentlich die Leistungen von Mitarbeitern in Projekten beurteilt?

von
Lothar Panten
|
13.12.2017 | 1 Kommentar
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Also wenn Sie mich nach meiner Erfahrung fragen: in den meisten Fällen gar nicht oder wenig wirksam. Warum ist das an dieser Stelle ein Thema?

Menge und Bedeutung von Projekten haben in den letzten Jahrzehnten immer weiter zugenommen. Es sind zwar nicht immer die ganz großen Fragen, um die es in Projekten geht, aber oft geht es durchaus um Fragen von strategischer Wichtigkeit und weitreichende Veränderungen. Oft sind die Projektgruppen mit engagierten und bewährten Leuten besetzt, die hier auch einen ganz wesentlichen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen. Das könnte ja beruhigen, aber wohl nur auf den ersten Blick. Die „Low performer“ haben in der Regel wenig zu befürchten, sie werden ertragen, ganz selten des Feldes verwiesen, häufig sogar seltener zu Projektjobs herangezogen. Anders ist es meist, wenn Projektarbeit die gesamte Arbeitszeit ausmacht. Da hat die Leistungsbewertung den ihr zukommenden Stellenwert.

Aber was ist mit den zahlreichen Projekten, in denen Mitarbeiter und auch Führungskräfte nur einen Teil ihrer Arbeitszeit zubringen? Die „Guten“ werden in Anspruch genommen, aber wie wird ihr erhöhter Beitrag zum Unternehmenserfolg gewürdigt? Machen wir nicht wieder allzu oft den Fehler den guten und motivierten Leuten einen inadäquaten Teil der Lasten aufzubürden? 

Kommentare

Genau das ist die Situation. Es ist aber in Teilen weniger die Frage der Würdigung, sondern der Kapazitäten, die zu wenig Berücksichtigung bei der Besetzung von Projekten findet. Trotz umfangreichem Projektmanagement und Statusberichten sowie Planungen von Kapazitäten im Einzelprojekt findet häufig keine Summierung statt. Würde man das tun, würde man schnell merken, dass die "Guten" eigentlich nur Projekte machen...