Humor ist Chefsache

von | 12.12.2018 | 0 Kommentare
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Schon der Volksmund kennt die alte Weisheit: Lachen ist die beste Medizin! Für den Körper ist das Lachen die reinste Gesundheitskur: Herzfrequenz und Blutdruck sinken, der Körper entspannt sich, Glückshormone werden produziert und Schmerzen werden gelindert. Es ist somit eines der wirksamsten Mittel gegen Stress.

Auch im Arbeitsalltag ist Humor eine wertvolle Kompetenz, die Führungskräfte bewusst einsetzen können. Humor schafft es in schwierigen Situationen eine augenzwinkernde Metaperspektive einnehmen zu können, und dadurch eher zu einer konstruktiven Lösung zu kommen. Humor schafft dann den notwendigen Abstand, um sich der Situation bzw. der Problematik von einer anderen Seite zu nähern, die sonst verborgen geblieben wäre, weil wir uns ins Problem ‚festgedacht’ haben. Lachen fördert damit die Leistung.

Humorvolle Menschen werden als sympathisch erlebt. Man sucht eher ihre Nähe, weil sie durch ihre Eigenschaft – das Leben nicht allzu ernst zu nehmen – ansteckend und wie ein Energiequell wirken.

 Ein feiner Humor, der authentisch und sensibel den passenden Ton für das Gegenüber findet, ist der kürzeste Weg zwischen Menschen - Humor verbindet. Vorsicht an der Stelle: Humor kann auch schief gehen, wenn es zotig, zynisch, ironisch wird, kann der Humor auch schnell missverstanden werden und zu einer Irritation oder gar einem Konflikt führen.

 Eine humorvolle Führungskraft muss sich nicht um ihre Autorität sorgen, ganz im Gegenteil. Eine Führungskraft, die sich selbstironisch mit den eigenen Unzulänglichkeiten angefreundet hat, wird auch eher mit den ‚kleinen und mittelgroßen Macken’ der Mitarbeiter umgehen können.

Zuhören-de-luxe: Die Geheimwaffe erfolgreicher Führung

von | 22.08.2018 | 0 Kommentare
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Zuhören ist eine besondere Kunst. Es bedarf einer inneren Haltung von Geduld, Präsenz und Selbstkontrolle. Ihr Gesprächspartner möchte das Gefühl haben, dass Sie aufrichtiges Interesse am Gesagten haben. Das ist gar nicht so leicht – und schon gar nicht immer.

Das ist eine besondere Herausforderung, wenn Sie es mit einer Plaudertasche zu tun haben, die ausufernde Schleifen dreht. Da bedarf es einer geschickten Gesprächsführung um zu den wirklich wesentlichen Themen zu kommen.

 

Zuhören braucht in einigen Situationen auch die Fähigkeit eine Marsmännchen-Perspektive einnehmen zu können, das bedeutet das Gegenüber ohne eine Vorannahme oder Voreinstellung hören, wahrnehmen, verstehen zu können. Wenn Sie denken, Sie wissen schon was Ihr Gegenüber sagen will, haben Sie vielleicht eine gute Chance verpasst, etwas zu erfahren was Ihr Mitarbeiter an Ängsten, Sorgen, oder auch guten neuen Ideen hat.

 

Dieses ‚Zuhören-de-luxe’ zeigt sich in der Kunst dem Gegenüber aufmerksam zuzuhören, frei von Wertung und OHNE gleichzeitig darüber nachzudenken, was Sie daraufhin antworten können. Menschen haben starke Sehnsucht danach, verstanden, gesehen und gehört zu werden.

 

Führungskräfte sind es gewohnt aktiv und entschieden zu sein. Die Kunst des Zuhörens braucht für eine Zeit die Zurückhaltung. Wirksame Führung entsteht durch Kontakt zu den Menschen. Das erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Es lohnt sich!

Mit der Unsicherheit Freundschaft schließen

von | 18.04.2018 | 0 Kommentare
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Wir leben in unsicheren Zeiten, die Welt verändert sich in einem rasanten Tempo. Unser Leben wird stets komplexer, immer mehr Faktoren stehen in Beziehung zueinander, die wir kaum noch rational erfassen können.

 Wir erleben global eine starke politische Unsicherheit, mit unberechenbaren politischen Führungspersönlichkeiten und bedrohlichen Terroranschlägen. Das Berufsleben hat sich stark verändert und die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren eine bis jetzt unkalkulierbare Veränderung mit sich bringen.

Viele reagieren darauf mit Verunsicherung und Angst, je nach Persönlichkeit mehr oder weniger. Was wäre aber wenn das Leben kalkulierbar wäre und die Polarität zwischen Bewahren und Verwandeln aufgelöst wäre? Es wäre grottenlangweilig, es würde eine für uns lebenswichtige Grundspannung fehlen und wir wären nicht lebensfähig.

Die Philosophin Natalie Knapp plädiert dafür, Umbruchsituationen nicht möglichst schnell hinter sich lassen zu wollen, sondern sie auf eine neue Art wertzuschätzen’.

Gerade in Leitungspositionen gilt es das schöpferische Potential von Übergangsphasen zu nutzen.

In der Führungsarbeit sind nun Persönlichkeiten gefragt, die mit der Unsicherheit Freundschaft geschlossen haben und gestalten. Und wir brauchen Führungskräfte, die die Bedürfnisse und Ängste ihrer Mitarbeiter hören, verlässliche Beziehungen aufbauen und im Veränderungsprozess transparente Orientierung bieten.

Was Meditation für Unternehmen bringt

von | 29.11.2017 | 0 Kommentare
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Die Meditation ist längst nicht mehr nur eine spirituelle Praxis. Ihre positive Wirkung auf die Funktion des menschlichen Gehirns und Organismus wurde in zahlreichen Forschungsprojekten bestätigt. Im September 2017 zeigte ARTE den Film ‚Die heilsame Kraft der Meditation’, der das eindrucksvoll zeigte.

Der Film ist inzwischen auf YouTube zu sehen (52 min.). Auch der Film ‚Innsaeie’, das isländische Wort für Intuition, ist empfehlenswert.

Auch in pragmatischen Kontexten ist die Meditation hilfreich: als Entspannungsmethode, zur Fokussierung der Gedanken, als Stressmanagement, zur Erweiterung der kreativen Prozesse, zur Reduzierung von Angst und Aggression und insgesamt zur Stärkung der seelischen und körperlichen Gesundheit.

In immer mehr Unternehmen (Google, Robert Bosch, Continental etc.) wurde die Meditation oder Methoden der Achtsamkeit eingeführt. Die Sportmarke PUMA hat speziell für Führungskräfte ein Resilienzprogramm aufgesetzt, das ihnen Wege aufzeigt, die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu erkennen und zu wahren. Die Auswirkungen sind beachtlich: Stärkung der Leistungsfähigkeit und Kreativität, weniger Fluktuation und Krankheitsfälle.

Ich baue in meine Coachings und Trainings Bausteine der Meditation ein, das fördert die Präsenz, Konzentration, das Denkvermögen und die Aufmerksamkeit. Wenn Sie Interesse haben diese Methoden zu lernen, bzw. in ihr Unternehmen zu integrieren, sprechen Sie mich gerne an.

Führung und Intuition: Sie wissen mehr, als Sie denken!

von | 03.05.2017 | 0 Kommentare
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Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt verändern und neue Anforderungen an Führungskräfte stellen. Soweit nichts Neues. Welche besonderen Anforderungen sind das, die die Gestalter der neuen digitalen Welt brauchen?

Im heutigen Beitrag möchte ich eine Fähigkeit in den Vordergrund stellen, die uns Menschen von der künstlichen Intelligenz unterscheidet: die Intuition.

Die Intuition hat in den letzten Jahren in unserer westlichen Welt eine steile Karriere hingelegt. Sie hat es aus der Räucherstäbchenecke der Esoteriker in die Wissenschaft geschafft, und nicht nur dahin. Viele Unternehmer und Führungskräfte treffen intuitive Entscheidungen, begründen diese aber eher ‚fachlich-sachlich’. Die Intuition ist immer noch etwas verpönt und wird damit ‚unter der Ladentheke’ verkauft.

Damit tut man der Intuition gewaltig unrecht, sie ist nämlich ein geniales Multitalent. Sie erweitert die Möglichkeiten der Entscheidungs- und Kursfindung enorm. Das Wort Intuition stammt vom lateinischen intuitio ab, d. h. etwas unmittelbar ansehen. Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin nennt die Intuition „das gefühlte Wissen“. Dieses gefühlte Wissen kann man nicht begründen, also nicht in Sprache ausdrücken. Unser Gehirn hat viele Bereiche, die der Sprache nicht zugänglich sind, in denen aber wertvolle Informationen gespeichert sind. Die Intuition ist somit ein nützlicher Kompass in einer komplexer werdenden Welt, die sich in einem rasanten Tempo entwickelt und aktuell von vielen Unsicherheiten gekennzeichnet ist. 

Maschinen können zählen, aber nicht denken. Um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern, sind kreatives Denken und kreative Prozesse gefragt, die mehr sind als das Ergebnis eines analytischen, vernünftigen Abwägens. Gefragt ist das richtige Maß von Logik und Intuition, sie sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich ideal.

Kann man Intuition lernen, trainieren? Was meinen Sie?

RSS - Beate Rahn abonnieren