Gute Vorsätze

von | 28.12.2016 | 1 Kommentar
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2017 wird Führung durch die Herausforderungen der Digitalisierung noch mal wichtiger: Neue, offene Perspektiven verlangen Kommunikation, um Orientierung zu finden – sei es auch nur für eine begrenzte Zeit.

Für anstehende Veränderungen muss Motivation geschaffen werden, damit die Innovation gemeinsam gelingt.

So haben wir zum Jahreswechsel einen aktuellen Anlass, uns für die Führung Gutes vorzunehmen. Aber auch ohne diesen drängenden Impuls ist Führung ein Thema, das gute Vorsätze bestens verträgt; denn häufig ist die Bilanz unserer Aktivitäten nicht zufriedenstellend.

Warum gehört Führung eigentlich zu den Aufgaben, die immer wieder zu kurz kommen? Zahlreiche Studien belegen, dass die meisten mit ihrer Führung nicht zufrieden sind. Ein wesentlicher Grund ist wohl, dass Führung im Wettbewerb um die knappe Ressource Zeit immer wieder den Kürzeren zieht.

Damit sehen wir einen wesentlichen Grund für unzureichende Führung: Häufig wird die Bedeutung systematischer Führung – und die kostet immer Zeit – nicht hoch genug bewertet. Da hilft ein Augenblick Besinnung: Was kann wichtiger sein, als sich für die Eigenständigkeit und für die Zufriedenheit der Mitarbeiter einzusetzen.

Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber noch ein tieferer Grund für die Vernachlässigung der Führung: Wir scheuen davor zurück, diese sinnvollerweise persönlichen, oft schwierigen Gespräche zu führen. So müssten wir uns also vornehmen, uns auf unsere Mitarbeiter einzulassen, zuzuhören und Auseinandersetzung zu wagen. 

Führung verlangt Geduld

von | 12.10.2016 | 9 Kommentare
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Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter unterstützen wollen, dann erfordert dies vor allem Geduld; denn mit klugen Hinweisen ist es nicht getan, sondern die Hilfe muss individuell passen.

Die Aufgaben im Berufsleben verändern und entwickeln sich immer schneller. Deshalb ist die Unterstützung bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben ein wesentlicher Teil der Führungsaufgabe.

Unterstützung ist sinnvoll, wenn sie da weiterhilft, wo der Mitarbeiter selbst Unklarheiten und Schwierigkeiten hat. Genau da gelingt die Besserung aber oft nicht ohne Weiteres – und es sind dann intensivere Aktivitäten erforderlich.

Genau hinsehen, Optimierungsmöglichkeiten suchen, Zweifel ausräumen und hinderliche Gewohnheiten überwinden helfen, dass verlangt Geduld. Die Führungskraft muss sich Zeit nehmen, Aufmerksamkeit investieren und sich auf die individuelle Situation einlassen.

Viele Führungskräfte betrachten ihre Ungeduld als kleine Schwäche oder sogar als Tugend. Tatsächlich schwindet aber häufig der Führungserfolg, weil es an Geduld fehlt, um den Mitarbeitern wirklich Unterstützung zu bieten.

Führung zur Eigenständigkeit

von | 19.04.2016 | 0 Kommentare
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In unserer heutigen Arbeitswelt muss Führung darauf ausgerichtet sein, die Eigenständigkeit der Mitarbeiter bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung herzustellen und zu steigern. „Führung zur Eigenständigkeit“ – das ist paradox, aber genau das brauchen wir: Einsatz der Führungskräfte für die Eigenständigkeit ihrer Mitarbeiter, damit Führung weniger nötig werden wird.

Die Menschen in unserer Zeit suchen Autonomie und Selbstbestimmung. Sie wollen sich verwirklichen und wollen selbst etwas bewegen. Arbeit macht nur wirklich Spaß, wenn man eigenständig handeln kann. Auch wenn dies mit Verantwortung und Beanspruchung zu tun hat, wollen die engagierten Mitarbeiter Eigenständigkeit.

Auf der anderen Seite funktioniert die moderne Arbeitswelt nur dann wirklich gut, wenn viele Mitarbeiter ihre Aufgaben eigenständig wahrnehmen. Führung kann heute nicht mehr alles steuern. Qualität, Produktivität und Kundennähe sind nur erreichbar, wenn sich jeder an seinem Platz eigenständig dafür engagiert. Unsere Arbeitswelt braucht Eigenständigkeit.

Die rasante Veränderung der Arbeitswelt und die brisante Steigerung des Wettbewerbs bringen aber auch mit sich, dass die eigenständige Erzielung von Ergebnissen und Erfolg zu einer täglichen Herausforderung wird. Damit viele Mitarbeiter auch unter widrigen Verhältnissen eigenständig erfolgreich sind, müssen sich die Führungskräfte engagiert für die Entwicklung der Kompetenz ihrer Mitarbeiter einsetzen.

Führungswahrheit

von | 04.04.2016 | 9 Kommentare
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Die Wahrheit über Personalführung ist, dass viele Führungskräfte zu wenig Zeit dafür aufbringen.

Der Bedarf an Zeit für Führung ergibt sich aus dem Wissen um erfolgreiche Kommunikation: Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden, verstanden ist nicht akzeptiert, akzeptiert ist nicht getan. Um zum guten Handeln zu kommen, ist umfassende Kommunikation wesentlich.

Viele Führungskräfte kümmern und sorgen sich aber zuerst um das, was sie für ihre Arbeit halten. Dabei geht es vor allem um Fachliches und Management. Personalführung steht in der Rangreihe auf den hinteren Plätzen - und  fällt immer wieder Dringlicherem zum Opfer.

Eine Ursache dafür ist, dass die meisten Führungskräfte den Bedarf an Zeit für wirksame Führung unterschätzen. Und diese Führungskräfte unterschätzen den Bedarf, weil sie praktisch kaum führen. Sie nehmen sich selten die Zeit, sich auf echte Führungsgespräche einzulassen.


Darum müsste der Titel hier in Anlehnung an die Lebenslügen besser „Führungslüge“ heißen. Nahezu alle beteuern, dass Personalführung so wichtig sei.  Aber die dafür aufgebrachte Zeit ist meist nicht mehr als der „Tropfen auf den heißen Stein“.

Mit der Zeit für Führung ist es wie mit vielen energetischen Systemen: Wenn ein Minimum unterschritten wird, ist die  Wirkung der Investition gleich Null. In vielen Führungsbeziehungen fehlt es so sehr an Zeit, dass von Führung nicht gesprochen werden dürfte.

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