Führung und/oder Personalarbeit

von | 02.05.2018 | 1 Kommentar
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Ihr Mitarbeiter möchte ein Zwischenzeugnis haben. Ist das Ihr Job als Führungskraft oder sehen Sie da den Personalbereich in der Pflicht?

In kaum einem anderen Umfeld stellt sich diese Frage öfter als in der Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Personalern. Hier liegen Rolle und Funktion, aber auch Aufgaben und Verantwortlichkeiten eng zusammen.  Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb - stoßen wir in unseren Projekten und Coachings immer wieder auf ungeklärte Rollenverteilungen und Kompetenzstreitigkeiten. Vom Mitarbeitergespräch bis zum Zeugnis, von der Gehaltserhöhung bis zur Kündigung; immer wieder stellt sich die Frage, wer macht was.

Wirkungsvolle Führungsarbeit ist auf professionelle Servicepartner angewiesen. Leider sind viele sogenannte HR-Businesspartner eben noch keine Servicepartner. Legen Sie daher Wert auf eine professionelle Rollen- und Aufgabenverteilung in der Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Personal. Nehmen Sie diese Serviceleistungen dann auch in Anspruch.

Meine Empfehlung: Fordern Sie die Fachlichkeit Ihrer Personalabteilung konsequent ein. So können Sie sich auf Ihre Führungsarbeit konzentrieren und gemeinsam mit den Fach- und Servicebereichen Ihr Unternehmen erfolgreicher machen.

Konsequenz in der Führung!

von | 06.12.2017 | 0 Kommentare
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Konsequenz, so scheint es, ist aus der Mode gekommen. Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendeine „rote Linie“ überschritten, ein Wahlversprechen ad acta oder eine unumstößliche Entscheidung revidiert wird.

Wir nehmen das zur Kenntnis. Hat halt nicht sollen sein.

Wer Kinder hat, weiß wie dramatisch sich Inkonsequenz auf die Erziehung auswirkt. Welche Spätfolgen Eltern ertragen müssen.

Und in unseren Unternehmen? Da lässt vor allem die Konsequenz im Führungshandeln zu wünschen übrig. Aber wir haben ein ganz einfaches Verfahren entwickelt: die Ausnahme. Der absolute Einstellungsstopp wird heute genauso „verausnahmt“ wie finale Budgetvereinbarungen oder vereinbarte Fristen. Wer nimmt denn seinen Jahresurlaub noch im laufenden Kalenderjahr? Obwohl die Regelung eindeutig ist.

Sie könnten jetzt entgegnen, das ist aber doch praxisnah. Ich bin der Meinung, dass Konsequenz in der Führung die Praxis sein sollte. Die Folge des „Ausnahmehandelns“ ist ein dramatischer Verlust an Glaubwürdigkeit und ganz nebenbei auch ein riesiger Zusatzaufwand. Entscheiden Sie selber, was gravierender ist.

Aus meiner Sicht ist die Lösung ganz einfach: Versprechen Sie nur, was Sie halten können und halten Sie, was Sie versprochen haben. Solcherart gelebte Konsequenz spart Zeit, Nerven und Geld. Anders formuliert: Konsequenz in der Führung macht Sie erfolgreich.

Erfolgreich mit Zielen führen

von | 18.05.2016 | 0 Kommentare
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Im Arbeitsalltag erleben Führungskräfte und Mitarbeiter den Prozess zur Zielvereinbarung und die Gespräche zur Zielerreichung häufig als Last: Die Ziel-„Vereinbarung“ ist eher eine Vorgabe, die Gespräche finden zu spät oder unter Zeitdruck statt, das Bonussystem ist kompliziert und intransparent und ständig wechselnde Verantwortungsbereiche erschweren die notwendige Kontinuität. Wie können Führungskräfte da erfolgreich mit Zielen führen?

Führen Sie das Gespräch zur Zielerreichung zeitnah zum Ende des Bewertungszeitraums. Bereiten Sie das Gespräch gut vor und bitten Sie Ihren Mitarbeiter dies auch zu tun. Wie hoch ist die Zielerreichung des Mitarbeiters? Welche konkreten Beispiele gibt es für die Argumentation? Welche Konsequenzen hat der Grad der Zielerreichung?

Das dann folgende Gespräch zur Zielvereinbarung sollten Sie so schnell wie möglich führen, um den „zielfreien Zeitraum“ so kurz wie möglich zu halten. Auch hier ist die gute Vorbereitung entscheidend. Welche Ziele schlägt der Mitarbeiter vor? Welche Erwartungen haben Sie an den Mitarbeiter? Vereinbaren Sie mit dem Mitarbeiter „smarte“ Ziele und verständigen sie sich über konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung.

Und zu guter Letzt: Bleiben Sie mit dem Mitarbeiter zu den Zielen das ganze Jahr im Gespräch. Der Markt ist in Bewegung und Rahmenbedingungen verändern sich, da sind „Betonziele“ kontraproduktiv. Erfolgreich mit Zielen führen heißt, mit dem Mitarbeiter permanent im Austausch sein. Viel Erfolg!

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