The Box - Die Blase

von | 04.12.2019 | 0 Kommentare
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Siri, Alexa und Co. helfen jedem Benutzer ganz individuelle Bedürfnisse nach Informationen, Produkten oder Erleichterungen zu erfüllen. Algorithmen sorgen dafür, dass den Anwendern das gereicht wird was ihnen gefällt, was zu ihrem Geschmack, ihrem Stil und ihrer Haltung passt.

Dieses Verhalten ist nicht neu, der Mensch bevorzugt schon immer solche Informationen, die zur Bestätigung der eigenen Perspektive dienlich sind.

In einer Welt mit steigendender Komplexität sind Flexibilität und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, „Out of the box“ zu denken, entscheidende Erfolgsfaktoren. Unternehmen bewegen sich häufig in ihrer eigenen Blase, sie bespielen Artefakte, erzählen ihre eigenen Geschichten und Mythen. Neue Informationen müssen in das Selbstkonzept integrierbar sein. Erscheint das zu schwierig, werden diese Informationen abgewehrt, ausgeblendet oder in ihrer Relevanz abgeschwächt.

Dieses Verhalten dient der Stabilisierung. In einer Zeit, in der die Zeichen auf Wandel stehen, sollte zumindest die Hälfte des Unternehmens üben, ungewohnte Kanäle zu nutzen oder konträre Haltungen zu verstehen. Das ist ein notwendiger Prozess, um die eigene Geisteshaltung, das Mindset zu wandeln, die Perspektive zu erweitern. Ein veränderter Blick ist die Chance neue Lösungen für alte Probleme oder neue Herausforderungen, bevor sie sich Probleme nennen, zu erkennen. Es ist die Aufgabe von Unternehmen und Mitarbeiter ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Führung mit Luft und Liebe!

von | 26.06.2019 | 0 Kommentare
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Unternehmen träumen vielfach von Mitarbeitern mit „agil-Mindset“, damit ist die Vorstellung von Innovation, Eigenständigkeit und Vertrauen verbunden. Zwar kann der Unternehmer sich die Mitarbeiter aussuchen, dennoch sind nicht alle Menschen automatisch mit der gewünschten Geisteshaltung ausgestattet.

Der Schluss Mitarbeiter in die gewünschte Richtung zu entwickeln liegt nahe. Vielleicht verändert sich der Führungsstil entsprechend den bei Mitarbeitern bevorzugten Eigenschaften.

Für das Gelingen reicht es nicht aus, den Führungsstil zu wechseln wie ein Kostüm, der erste Schritt sollte sein die eigene Geisteshaltung zu überprüfen. Glaubt die eigene Führungspersönlichkeit an Handlungsspielraum oder Kontrolle, Kreativität oder Stabilität, an Verantwortung oder Machtausübung? Oder etwas dazwischen?

Dabei sind die Begriffe „agil-Mindset“ und Geisteshaltung Synonyme für das altbekannte Menschenbild. Wonach strebt der Mensch, was braucht der Mensch? Die Führungskraft kann nur authentisch und wirksam handeln, wenn Haltung, Weg und Ziel der Führungsaktivität zueinander passen.

Der Schlüssel zu den gewünschten Mitarbeitern liegt also auch in jedem selbst. In dem Maße, in dem der eigene Glaube an die Wirksamkeit von Handlungsspielräumen und Menschenliebe entwickelt wird, ist es auch möglich das zu transportieren und bei anderen zu entwickeln. Natürlich wird der Mensch nicht allein mit Luft und Liebe arbeiten, ohne allerdings auch nicht.

Wissen für alle! Oder lieber nicht?

von | 13.02.2019 | 0 Kommentare
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Organisationales Wissen ist ein wirtschaftlicher Faktor, dass ist eingängig. Gleichzeitig steigt bei vielen Mitarbeitern der Wunsch nach Transparenz. Das Teilen von Wissen müsste leicht Liebhaber in Unternehmen finden, denn auf diese Weise wird sowohl ein wichtiger Wirtschaftsfaktor als auch ein Bedürfnis der Mitarbeiter angesprochen.

Wie kann es sein, dass die Praxis häufig das Gegenteil zeigt? Informationen werden festgehalten, avancieren zu einem Symbol der eigenen Macht und Unentbehrlichkeit. Wie sind also Mitarbeiter davon zu überzeugen ihr persönliches Wissen zu teilen und in das organisationale Wissen zu integrieren?

Ein guter Weg ist die Implementierung einer Wissenskultur in die Unternehmenskultur, indem die Führung das Teilen von Informationen vorlebt und außerdem förderliche Systeme geformt werden. Eine Wissenskultur bildet den Rahmen für den Umgang der Mitarbeiter mit diesem wertvollen Gut.

Jeder kann diesen Rahmen stärken, das eigene Wissen mit Kollegen teilen und es somit in das Wissensnetzwerk des Unternehmens einflechten.

Verzeihe deinem Mitarbeiter wie dir selbst!

von | 06.07.2018 | 0 Kommentare
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Bei den aktuellen Strömungen in Unternehmen hin zu mehr Beweglichkeit oder dem wiedergefundenen Entdeckertum ergibt sich auch ein erhöhter Bedarf an Fehlertoleranz.

Schnellere Zyklen bei agilen Projekten und das freie Auskundschaften der besten Wege produzieren Fehler. Das ist auch gut so, denn - wie jeder weiß - aus Fehlern lernt man. Mal sind die Fehler kleiner, mal etwas größer, aber in jedem Fall sind sie unvermeidbar, wenn mutig neue Wege beschritten werden.

Neue Wege zu denken ist für Unternehmen und ihre Mitarbeiter essentiell, um sich mit der neuen VUCA-Welt (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) zu bewegen.

Damit Mitarbeiter sich sicher genug fühlen, um ein wenig mehr dieses Entdeckertums zu leben, werden Führungskräfte gebraucht. Gebraucht, um eine Unternehmenskultur mit etwas mehr Fehlertoleranz zu fördern.

Jedoch sollte jeder, mit dem Wunsch nach Veränderung, bei sich selbst beginnen.

Also ist es sicherlich ein guter Start mit dem Verzeihen der eigenen Fehler anzufangen. Vielleicht führt das zu einer neuen Perspektive auf die Fehler Anderer.

Ein Beitrag von Magdalena Felder

Beratungsassistenz EVOLOG

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