Dynamische Führung in schnelllebigen Zeiten

von
Ludger Bettmer
|
05.09.2018 | 0 Kommentare
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Wenn man die Veröffentlichungen zu dem aktuellen Thema Agilität verfolgt, dann sind es immer wiederkehrende Aspekte, die eine zentrale Rolle spielen. Dazu zählt die Dynamik im Handeln. Besser: Angesichts der rasanten Veränderungen bei den Rahmenbedingungen ist es geradezu zwingend, schneller und dennoch sachgerecht zu agieren.

Wenn also kurze Entscheidungswege erwartet und richtigerweise auch gefordert werden, stellt sich sofort die Frage nach der Aufbauorganisation und damit der Hierarchie. Im Ergebnis wird in fast alle Publikationen festgehalten, weniger Hierarchie und mehr Entscheidungskompetenz „an die Front“.

Vereinzelt wird die Frage in den Raum gestellt, ob überhaupt noch Führungskräfte nötig sind. So weit will ich nicht gehen, aber auch Führung muss sich den geänderten Rahmenbedingungen anpassen. Wenn Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen sollen, um so schnellere Entscheidungen treffen zu können, dann muss Führung sie dazu in die Lage versetzen: Führung zur Eigenständigkeit.

Aber auch Führung zur Eigenständigkeit kann nicht mit einem vorgegebenen, gewissermaßen starren Konzept erreicht werden. Mitarbeiter sind verschieden und müssen deshalb auch differenziert geführt werden. In diesem Sinne muss Führung zur Erreichung des festgelegten Zieles (Eigenständigkeit!) u.U. unterschiedliche Wege beschreiten - orientiert an den Erwartungen und Fähigkeiten des einzelnen Mitarbeiters.

Nicht der (vielleicht sogar vorgegebene) Führungsstil ist entscheidend, sondern die Frage „Was benötigt der Mitarbeiter? Und was kann ich als Führungskraft dazu beitragen? Das (möglicherweise naheliegende) Konzept Führe Deine Mitarbeiter so, wie Du selbst geführt werden willst führt also auch nur in einigen Fällen weiter, weil die Mitarbeiter unterschiedlich sind. Also: Dynamische Führung!

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