Ein gutes Betriebsklima und Loyalität des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern – keine Selbstverständlichkeit?

von
Rosemarie Bender
|
12.09.2018 | 0 Kommentare
Average: 5 (4 votes)
Abonnieren
Der aktuelle Fehlzeitenreport der AOK weist erneut darauf hin, wie wichtig Wertschätzung am Arbeitsplatz und das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun, für Mitarbeiter ist. Offensichtlich wichtiger, als ein hohes Einkommen.

Fehlt dies, dann steigen die durchschnittlichen Krankentage um das doppelte auf 19.6 Tage an. In der Verantwortung wird die Führungskraft gesehen. Wertschätzung als lohnende Investition? Es lässt sich, bei einem noch immer bei 5,3 Prozent hohem Krankenstand, sicher noch einiges verbessern. Aber wie sieht Wertschätzung im Führungsalltag aus? Wie eine wertschätzende Unternehmenskultur?

Am Beispiel der sogenannten „schwierigen Mitarbeiter“ zeigt sich wie wertschätzende Führung aussehen kann. In diesem Prozess brauchen Führungskräfte Geduld, Verständnis und eine Strategie. Es gilt diesen Prozess konsequent zu steuern. Aber Geduld ist in einem Führungsalltag, der bestimmt ist von Zeitdruck und Arbeitsverdichtung, nur schwer unterzubringen. Eine oft zu beobachtende Strategie, zunächst den Mitarbeiter über lange Zeit in Ruhe zu lassen, um dann mit Druck eine Veränderung zu erzwingen.

Personaler kennen diesen Prozess, wenn sie am Ende gebeten werden, eine finale Lösung herbeizuführen. Wertschätzende Führung zeigt sich jedoch gerade in anspruchsvollen Führungsaufgaben und trägt wesentlich zum Lösungsprozess bei. Es stellt sich jedoch die Frage ob in Zeiten, in denen in vielen Unternehmen eine Art „Verabsolutierung der Ökonomie“ vorherrscht, die Wertschätzung nicht häufig auf der Strecke bleibt.

Kommentare