Führung und Machtmissbrauch?

von
Rosemarie Bender
|
03.10.2018 | 0 Kommentare
Average: 4.8 (4 votes)
Abonnieren
Ein Mitarbeiter eines großen Unternehmens erhält von seinem Vorgesetzten auf einem Parkplatz die Kündigung und 10€ mit der Aufforderung mit der Bahn nach Hause zu fahren. Eine Führungskraft beschuldigt einen Mitarbeiter eines Versäumnisses und entschuldigt sich selbst dann nicht, als nachgewiesen wurde, dass er im Unrecht war.

Ein Geschäftsführer kündigt einem langjährigen Mitarbeiter am 3. eines Monats zum 15., weil er krank geworden ist. Eine Restaurantbesitzerin behält das Trinkgeld der Servicekräfte ein.

Alles Beispiele aus der Beratungspraxis, die zeigen wie Führungskräfte ihre Position missbrauchen. Selbst wenn nach solchen Ereignissen in langwierigen Prozessen festgestellt wird, dass das Verhalten arbeitsrechtlich nicht haltbar ist, bleibt bei den betroffenen Mitarbeitern die Erfahrung einer großen Hilflosigkeit zurück. Man wünscht sich eine Ordnung, die für Gerechtigkeit sorgt. Es gibt Führungskräfte, die glauben schneller ans Ziel zu kommen, indem sie Druck ausüben. Diese Überzeugung hält sich bis heute hartnäckig. Aber Druck erzeugt immer Gegendruck und bewirkt das Gegenteil. Mitarbeiter entziehen sich, weichen aus, eigenwillige Lösungen werden entwickelt. Machtmissbrauch ist oft bei autoritären Führungskräften zu beobachten. Betrachtet man die gesellschaftliche Entwicklung so ist zu hoffen, dass es in Zukunft keine Neuauflage dieses Führungsstils geben wird. 

 

Kommentare