Gesinnung und Methode

von
Franz Arnold
|
15.07.2020 | 0 Kommentare
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Die Diskussion über Management, Führung und Veränderung wird stark von Überzeugungen und Wertvorstellungen geprägt. Aktuell sind Themen wie Wertschätzung, Augenhöhe und Ermutigung aufgerufen und zum Beispiel die Anliegen Agilität und Transparenz.

Diese häufig nur eine Zeit lang angesagten Inhalte und Orientierungen sind meistens die Antwort auf   Herausforderungen der Gegenwart. Sie markieren sinnvolle und nützliche Aspekte des Handelns und der Zusammenarbeit. Sie helfen dabei, Arbeit besser zu machen.

Aber es werden einzelne Aspekte besonders hervorgehoben. Diese sind in der Regel plausibel und vernünftig, aber sie benennen und befördern bei weitem nicht alles, was für Zufriedenheit und Erfolg wichtig ist.

In der Führungsarbeit wie auch in der Beratung darf man sich nicht auf diese angesagten Themen beschränken. Oft haben die Ursachen für Schwierigkeiten wenig mit diesen Überzeugungen und Werten zu tun.

Deshalb ist methodisches Vorgehen wichtig. Die umsichtige Analyse von Problemen dient dazu, die wesentlichen Quellen unbefriedigender Verhältnisse festzustellen. Darauf aufbauend hilft systematisches Handeln, Wirksamkeit zu erzielen.

Gesinnung ist nur die „halbe Miete“. Methodisches Handeln ist in Führung, Management und Beratung der unverzichtbare Weg, wenn die Leistungsfähigkeit gefördert, die Zufriedenheit verbessert und der Erfolg vergrößert werden sollen. Gute Gesinnung kann methodische Vorgehen nicht ersetzen.

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