Ist Führung nur was für die Großen?

von
Gerd Scheuermann
|
08.06.2016 | 0 Kommentare
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Diese Frage stellte man mir bei einer Vorlesung. Da stand ich nun – vor mir Studenten des dualen Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen mit über 200 Jahren Berufserfahrung in Industrie und Handwerk.

Ich war für diese Frage dankbar und kam gleich zum Kern meiner Überzeugung zum Thema Dynamische Führung.

Personalführung beginnt exakt ab der Mitarbeiterzahl (MA) 1, eigentlich ab dem Moment, wo ich mit dem Gedanken spiele, mich selbstständig zu machen oder Führungskraft zu werden.

Der Erfolg meines Unternehmens oder meines Bereiches wird vor allem mithilfe der Menschen, Mitarbeitenden und Mitdenkenden entstehen.

Zum Beispiel im Handwerk: Auch dort sollte jeder erfolgreich geführt werden und nicht Führung zwischen Tür und Angel erleben bzw. erleiden zu müssen.

Ingenieure brauchen Formeln:

Bei MA = 0: Selbstreflektion - welche Erfahrungen habe ich gemacht, welches Bild habe ich von mir, welches Bild haben andere? Was könnte mein zukünftiger Anspruch ans Führen sein, was sind meine Leitplanken?

Bei MA  1: ab hier beginnt das Führen. Führen beansprucht viel Zeit. Es braucht Feedbackschleifen und auch immer wieder Selbstwahrnehmung. Stimmen mein Anspruch und meine erlebte Wirklichkeit überein? Sind wir auf der Erfolgsspur? Wo gibt es was zu tun – denn „es gibt immer was zu tun“.

Führung ist nicht nur was für die Großen!

Wie denken Sie darüber?       

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