Kultivierung der Macht

von
Franz Arnold
|
28.11.2019 | 0 Kommentare
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Für die Entwicklung agiler Unternehmenskulturen wird vielfältig gefordert, dass sich die Unternehmensführung zurückhält, damit agiles Handeln im Unternehmen möglich ist.

Das läuft darauf hinaus, weniger vom Üblichen und Vertrauten zu tun. Ziemlich unklar bleibt, was stattdessen getan werden soll.

Dabei kann Unternehmensführung nicht durch Zurückhaltung gelingen. Die Führung des Unternehmens muss Wesentliches sicherstellen, und dazu muss die Unternehmensleitung ihre Macht nutzen.

Das bedeutet, dass nicht weniger Unternehmensführung, sondern eine weiter entwickelte erforderlich ist: die ausrichtende, gestaltende und steuernde Funktion muss erhalten werden, und zugleich muss Agilität gefördert werden.

Die Macht der Unternehmensleitung darf nicht blockiert werden, sondern ihre Wahrnehmung muss kultiviert werden: Um die unternehmerische Ambition mit dem Potenzial und der Wirksamkeit agiler Einheiten zu vermitteln, ist mehr zu tun, zu bedenken, zu kommunizieren und auszutauschen, als je zuvor.

Diese auf Agilität des Unternehmens ausgerichtete Form der Unternehmensführung erfordert den Wandel von einer übermächtigen Rolle der Unternehmensleitung hin zu einer kommunikativen, vermittelnden, ausbalancierenden Wahrnehmung.

Unternehmensführung muss die Dynamik der agilen Organisation aufnehmen und über neu gestaltete Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse sicherstellen, dass die Aktivitäten dem Unternehmensziel dienen.

 

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