Mit der Unsicherheit Freundschaft schließen

von
Beate Rahn
|
18.04.2018 | 0 Kommentare
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Wir leben in unsicheren Zeiten, die Welt verändert sich in einem rasanten Tempo. Unser Leben wird stets komplexer, immer mehr Faktoren stehen in Beziehung zueinander, die wir kaum noch rational erfassen können.

 Wir erleben global eine starke politische Unsicherheit, mit unberechenbaren politischen Führungspersönlichkeiten und bedrohlichen Terroranschlägen. Das Berufsleben hat sich stark verändert und die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren eine bis jetzt unkalkulierbare Veränderung mit sich bringen.

Viele reagieren darauf mit Verunsicherung und Angst, je nach Persönlichkeit mehr oder weniger. Was wäre aber wenn das Leben kalkulierbar wäre und die Polarität zwischen Bewahren und Verwandeln aufgelöst wäre? Es wäre grottenlangweilig, es würde eine für uns lebenswichtige Grundspannung fehlen und wir wären nicht lebensfähig.

Die Philosophin Natalie Knapp plädiert dafür, Umbruchsituationen nicht möglichst schnell hinter sich lassen zu wollen, sondern sie auf eine neue Art wertzuschätzen’.

Gerade in Leitungspositionen gilt es das schöpferische Potential von Übergangsphasen zu nutzen.

In der Führungsarbeit sind nun Persönlichkeiten gefragt, die mit der Unsicherheit Freundschaft geschlossen haben und gestalten. Und wir brauchen Führungskräfte, die die Bedürfnisse und Ängste ihrer Mitarbeiter hören, verlässliche Beziehungen aufbauen und im Veränderungsprozess transparente Orientierung bieten.

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