Mitarbeiterbindung im Unternehmen

von
Gerd Scheuermann
|
25.10.2017 | 0 Kommentare
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Wie könnte man die Mitarbeiter an das Unternehmen binden? Da fallen aus früheren und jüngsten Erfahrungen Mittel wie...

... Betriebskindergarten, Tennisplätze, eine sehr gute Kantine, hippe Kreativräume fürs Chillen und Arbeiten, freie Getränke bzw. ein trockenes Brötchen zum Frühstück ohne Belag (steuerlich nicht schädlich – FG Münster Az. 11 K / 4108/14 – Revision BFH zugelassen) ein, die zu einem gewissen Teil ihre bindende Wirkung – vielleicht zeitlich begrenzt - entfalten.

Aber sind diese Gaben für eine hohe Bindungswahrscheinlichkeit ans Unternehmen das alles Entscheidende? Aus meiner Wahrnehmung heraus sind diese „Benefits“ beziehungsfördernd, aber nicht unbedingt bindungsentscheidend.

Bindungsentscheidend für den Mitarbeiter scheint eher das unmittelbar Erlebte und subjektiv Wahrgenommene – in Form des Verhaltens der jeweiligen unmittelbar Vorgesetzten – zu sein. Dies äußert sich über Antworten auf Fragen, wie z. B. wie wird meine Leistung wahrgenommen, bekomme ich Feedback, bin ich eingebunden in Entscheidungen, bekomme ich Vertrauen geschenkt, werde ich wertgeschätzt? Je nach Art und Weise der Auseinandersetzung/Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter entwickelt sich daraus eine hohe Zufriedenheit und Bindung oder eher Distanz und Reserviertheit.

Führen ist der Kitt im Unternehmen, kein Selbstläufer, anstrengend und fordernd. Das wahrscheinliche Resultat aber ist doch verlockend, kein trockenes Brötchen mehr, sondern dick belegt mit Vertrauen und Wertschätzung, „steuerlich total unschädlich“ und in der Wirkung fürs Unternehmen, fürs unmittelbare Team und dessen Erfolg sehr bindend. 

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