Rituale retten oder verwandeln?

von
Magdalena Felder
|
01.05.2020 | 0 Kommentare
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Gestern am 30. April hätten eigentlich an vielen Orten Maifeierlichkeiten stattgefunden. Es handelt sich um einen Brauch, der über viele Jahrhunderte den Kulturwandel überlebt hat.

Der Ursprung liegt wohl in keltischen Frühlingsfeierlichkeiten. Mit der Christianisierung haben sich Maifeste in einigen Regionen zu einem Fest zu Ehren der Heiligen Walpurga entwickelt, auch mit dem Ziel die traditionellen heidnischen Bräuche an diesem Tag zu neutralisieren. Heute sind Maifeiern vor allem in ländlichen Regionen erhalten geblieben. Doch trotz dem gewandelten Kontext, sind die Rituale häufig geblieben: Maifeuer, Maitanz, Maibaum

Diese Entwicklung zeigt, die hohe Stabilität von Ritualen. Im Kontext von Unternehmen, stellt sich besonders in unsicheren Zeiten oder bei besonders eigenständigen Mitarbeitern die Frage, wie diese stabilisierende Wirkung genutzt werden kann. Welche vorhandenen Rituale können in die neue Führungsarbeit auf Distanz übertragen werden. Welche Rituale sollten modifiziert oder neu entwickelt werden.

Rituale sind seit jeher ein machtvolles Führungsinstrument aller Kulturen, sie bieten Orientierung und können gleichzeitig Wandel und Flexibilisierung nicht nur überstehen, sondern auch unterstützen.

 

Nutzen sie die Chance diese Rituale und ihre Wirkung zu steuern!

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