Streitkultur ?

von
Rosemarie Bender
|
13.03.2019 | 0 Kommentare
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Wenn wir etwas verändern wollen, dann sollten wir uns streiten. Aber wie? Woran erkennt man einen guten „Streiter“? Er interessiert sich für die Argumente seines Gegenübers, lässt sich auf ihn ein und spricht ihm seine abweichenden Standpunkt nicht von vorneherein ab.

Gute Streiter findet man in Unternehmen immer seltener und sie haben es nicht leicht. Unterschiedliche Auffassungen von Leistung, Aufgabe oder Zusammenarbeit werden häufig als Angriff auf die Persönlichkeit bewertet. Dem Streit wird damit die konstruktive Seite genommen. Führungskräfte gehen daher Streit lieber aus dem Weg. Dies lässt sich jedes Jahr bei den Leistungsbeurteilungen beobachten. Verschlechtert sich die Leistung eines Mitarbeiters hat das nicht zwangsläufig zur Folge, dass er schlechter beurteilt wird. Führungskräfte scheuen die Auseinandersetzung. Mitarbeiter mit Leistungsdefiziten werden über Jahre hinweg im Glauben gelassen, dass ihre Arbeitsleistung den Anforderungen entspricht. Die Arbeitskollegen fühlen sich ungerecht behandelt, die Situation eskaliert und es wird persönlich.

Es lassen sich viele weitere Beispiele aufführen, die für eine Erneuerung einer Streitkultur in Unternehmen sprechen.

Eine konstruktive Streitkultur muss von den Führungskräften ausgehen – eine Herausforderung von der sich viele überfordert fühlen. Führungskräfte sehen hier einen großen Fort- und Weiterbildungsbedarf.

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