… und weg isse (r)!

von
Gerd Scheuermann
|
16.11.2016 | 0 Kommentare
Average: 5 (6 votes)
Abonnieren
Das sollte Ihnen als Führungskraft nicht regelmäßig passieren, dass Personen, die Sie im Rahmen Ihrer Führungsarbeit qualifizieren, (weiter) entwickeln, einfach so verschwinden. Und wenn es doch so ist: Was könnten die Ursachen dieses Mangels an Bindung und Vertrauen sein?

Nehmen Sie es nicht so hin, gehen Sie auf Ursachenforschung bei sich selbst, im Umfeld, bei der anderen Person. Stellen Sie sich Fragen. Fangen Sie bei sich an, z. B. mit folgender Frage:

Wie viel Zeit investiere ich eigentlich in die Führung meiner Mitarbeiter?Hätte ich die vielen Hinweise nicht sehen können, und reagieren müssen?

Oft, als Beispiel sei die Produktion in einem mittelständischen Unternehmen (KMU) genannt, ist der Zeitaufwand dafür gleich null. Begründet durch Aussagen aus der Praxis, wie z. B.:

  • Warum den auch, bringt nix. Einfache Tätigkeiten in der Produktion sind auf der unteren Ebene der Beliebtheitsskala.
  • Wenig motivierte Leute, die verstehen das eh nicht. Morgens um 7.00 kurz die Tagesaufgabe, das Tagesziel durchgeben, und dann ab in die Produktion, auf eine Baustelle.
  • Für Mitarbeitergespräche haben wir keine Zeit und kein Personal!
  • Wer soll das denn überhaupt machen?

Ist diese Art der Führung langfristig erfolgreich fürs Unternehmen? Sind Instrumente, z. B. Mitarbeitergespräche, eine Frage der Branche, des Berufsstandes, des Bildungsstandes?

Ich glaube, auf der einen Seite fehlt oft der Wille auf der Unternehmerebene bzw. das Verständnis für Führungsarbeit – Führung als Zeitverschwendung („Wir müssen Geld verdienen!“/ „Hier wird geschafft und nicht geschwätzt.“) Auf der anderen Seite fehlt oft die Weiterbildung zur Führungskraft („Man wird es halt und wurschtelt sich durch“). Das heißt aber nicht, das der Wunsch nach konkreten Hilfestellungen zur Führungsarbeit bei den Führenden und ein Wunsch nach guter Führung bei den Geführten, nicht vorhanden wäre. Man müsste es nur konsequent … !

Kommentare