Wenn Angst im Job zum täglichen Begleiter wird

von
Rosemarie Bender
|
09.05.2018 | 0 Kommentare
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Veränderungsprozesse sind für Mitarbeiter häufig Verunsicherungsprozesse. Das Vertrauen in die Kompetenz der Führung ist in dieser Phase oft nicht sehr groß.

Mitarbeiter beobachten genau, wie sich ihr Vorgesetzter verhält. Wird er in der Lage sein durch einen schwierigen Prozess zu steuern? Hält er Informationen zurück? Gibt die Führungskraft ihre eigene Unsicherheit weiter oder versteht sie die Sorgen der Mitarbeiter nicht, dann stellt dies eine erhebliche Belastung dar. „Angst essen Seele auf“ war ein Film von R.W.Fassbinder. Das ist die schlechteste Voraussetzung für das Gelingen eines Veränderungsprozesses.

Damit Entwicklungen gemeinsam und konstruktiv durchlaufen werden, braucht es eine Strategie, die die Ängste der Mitarbeiter berücksichtigt und ernst nimmt. Während Veränderungsprozesse betriebswirtschaftlich akribisch und mit Unterstützung von Spezialisten geplant werden,werden die arbeitspsychologischen Aspekte eher nebenbei berücksichtigt. Die Folgen sind wenig bedacht und es fehlt an wirksamen Strategien. Vor lauter neuen Aufgaben, Meetings und Telefonkonferenzen bleibt kaum noch Zeit für die Mitarbeiter.

Was auffällt – bei den psychischen Erkrankungen stehen die Angsterkrankungen an erster Stelle.

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