Wohin mit leistungsgeminderten Mitarbeitern ?

von
Rosemarie Bender
|
29.01.2020 | 1 Kommentar
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Der demografische Wandel ist in den Unternehmen angekommen. Eine steigende Zahl älterer Mitarbeiter und eine sinkende Zahl jüngerer Mitarbeiter ist die Folge. Eine Folge des demographischen Wandels, die Zahl der leistungsgeminderten Mitarbeiter steigt.

Die Führungskraft sieht sich mit einer Reihe von Mitarbeitern mit Einschränkungen konfrontiert. Atteste werden vorgelegt, die jedoch oft nicht in den Alltag passen. Ein Attest, indem vom Arzt die Vermeidung vom Stress empfohlen wird ist nicht wirklich hilfreich.

Dem gegenüber steht der Anspruch des Unternehmens auf Effizienz und Steigerung. „ Da ist guter Rat teuer“. Wohin mit einem leistungsgeminderten Mitarbeiter?  In der Vergangenheit gab es noch Arbeitsplätze wie Poststelle, Pforte oder Gartenarbeiten. Heute gilt es kreativ und flexibel zu sein, denn Rente ist selten eine Option. Wenn eine Lösung gelingen soll müßen einige Schritte beachtet werden. Häufig scheitern die Lösungsprozesse daran, dass es den Führungskräften an Konsequenz fehlt und sie zu wenig steuernd eingreifen.

Das Ergebnis – ein nie endender Prozess mit dem alle Beteiligten unzufrieden sind. Der Mitarbeiter, weil er sich mit seinen Leiden nicht ernst genommen fühlt und die Kollegen, die Arbeit und Vertretungen übernehmen müßen. Vielfach sind Lösungen möglich, wenn ein Perspektivwechsel gelingt und nicht die Einschränkungen sondern die  Kompetenzen des Mitarbeiters im Vordergrund stehen. 

Kommentare

Hallo Rosemarie,
genau auf diese Fälle braucht es Antworten.
Ein Großteil unserer Mandanten fällt in die von Dir beschrieben Mitarbeitergruppe.
Ich habe in einem Betrieb von 600 Mitarbeitern für 10 ältere Mitarbeiter mit erheblichen Leistungseinschränkungen "externe" Lösungen gefunden und dies zur absoluten Zufriedenheit der Betroffenen.
Nach meinem Ausstieg bei meiner alten Firma konzentrieren wir uns jetzt auf diese Mitarbeitergruppe.
Wenn wir uns hier austauschen können, sehr gern.

Gruß Josef