Zeitökonomie

von
Franz Arnold
|
10.05.2017 | 0 Kommentare
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In der Praxis stellt sich immer wieder die Frage, wie viel Zeit ist für gute Führung sinnvoll und erforderlich?

Diese Frage stellt sich aus zwei Perspektiven: Methodisch muss man fragen, wie viel Zeit für gute Führung nötig ist. Ökonomisch betrachtet will mancher nur so viel Zeit aufwenden, wie unbedingt erforderlich ist.

Gute Führung will Menschen erreichen, überzeugen und bewegen. Dazu sind Vertrauen, Verständnis, Austausch und Einvernehmen nötig.

Vertrauen erfordert Vertrautheit. Verständnis braucht Zeit, zu denken und zu verstehen. Austausch bedeutet Zuhören, Dialog, Argumentation. Einvernehmen wird erreicht, wenn der Gesprächspartner seinen Weg zu den Ideen und Zielen der Führungskraft geht.

Diese Psycho-Logik guter Führungsgespräche bringt immer einen unvermeidbaren Zeitbedarf mit sich. Dieser Zeitbedarf ist unterschiedlich, aber er ist ausgeprägt und darf ein Minimum nicht unterschreiten.

In der Praxis wird dieses Minimum häufig nicht erreicht. Es fehlt die Zeit, um gute Gespräche zu führen. Oder besser gesagt: Viele Führungskräfte glauben, sie hätten nicht so viel Zeit. Und viele meinen, so viel Zeit sei nicht erforderlich.

Das Ergebnis ist bekannt: wenig Führungswirkung. Und so zweifeln viele daran, ob sich Führung überhaupt lohnt. Dabei haben sie nur zu wenig Zeit investiert. Diejenigen, die sich Zeit für Führung nehmen, die wissen, dass es sich lohnt: weil Führungserfolg Welten bewegt.

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